Erste Orientierung

Sie sind unsicher, ob Gesichtsblindheit für Sie oder für jemanden in Ihrem Umfeld eine Rolle spielen könnte? Diese Seite gibt Ihnen einen kurzen Überblick - ohne Diagnose, ohne Test. Am Ende finden Sie den Weg in den Bereich, der zu Ihrer Situation passt.

Häufige Anzeichen

Gesichtsblindheit zeigt sich selten als offene Aussage. Häufiger sind es Situationen, die einzeln harmlos wirken - in ihrer Summe aber auffallen:

  • Menschen werden außerhalb des gewohnten Umfelds nicht erkannt.
  • Bekannte werden mit Fremden verwechselt - oder umgekehrt.
  • Jemand grüßt manchmal, manchmal nicht.
  • Personen werden an Stimme, Kleidung, Frisur oder am Ort erkannt - nicht am Gesicht.
  • In Filmen und Serien werden Figuren verwechselt.
  • Unerwartete Begegnungen lösen Unsicherheit aus.
  • Situationen, in denen man jemanden begrüßen müsste, werden eher gemieden.

Was das bedeutet - und was nicht

Einzelne dieser Beobachtungen bedeuten nichts. Auch Menschen ohne Gesichtsblindheit übersehen Bekannte oder wirken in unerwarteten Begegnungen unsicher.

Erst ein Muster über viele Situationen hinweg kann ein Hinweis sein. Und selbst dann gilt:

Kein Beweis:

Diese Anzeichen beweisen keine Gesichtsblindheit. Auch andere Ursachen sind möglich - etwa Schüchternheit, Hörminderung, Unaufmerksamkeit oder eine andere Wahrnehmungsbesonderheit. Wenn Sie Gewissheit wünschen, ist eine fachliche Abklärung der richtige Weg.

Wie möchten Sie weitergehen?

Die folgenden drei Bereiche führen Sie zu den Informationen, die zu Ihrer Situation passen.

Ich möchte das Thema verstehen

Grundlagen zu Gesichtsblindheit: was sie ist, wie sie sich äußert, welche Formen und Ursachen es gibt.

Zu den Grundlagen →

Es geht um mich selbst

Informationen zu Selbsteinschätzung, Diagnose und Alltagshilfen für Betroffene.

Für Betroffene →

Es geht um jemand anderen

Informationen für Angehörige, Partner, Freunde und Kollegen - inklusive der Frage, wie man Gesichtsblindheit behutsam anspricht.

Für das Umfeld →